Versicherung für die Gesundheit – Krankenversicherungen im Vergleich

Eine der wichtigsten Versicherungen für jeden Menschen ist die Krankenversicherung. In Deutschland gibt es zwei verschiedene Versicherungssysteme: die gesetzliche und die private Krankenversicherung. Über 80 Prozent der deutschen Bevölkerung ist durch eine gesetzliche Krankenversicherung abgesichert. Das bedeutet, dass nur ein geringer Prozentsatz der Deutschen den Versicherungsschutz einer privaten Krankenversicherung in Anspruch nimmt. Diese Verteilung fällt allerdings nicht grundlos so aus.

Wer kann sich in Deutschland privat versichern?

Durch eine Privatversicherung können sich in Deutschland Beamte, Richter, Landtags- und Bundestagsabgeordnete, Künstler, Selbstständige und Freiberufler versichern. Wer als Angestellter in den Genuss einer Privat Versicherung kommen möchte, muss über einen Zeitraum von mindestens drei Jahren ein bestimmtes Bruttojahreseinkommen vorweisen können.

Wer ist in Deutschland durch eine der gesetzlichen Krankenkassen versichert?

Jeder Deutsche, der in einem versicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis steht, muss sich gesetzlich versichern. Eine freiwillige Versicherung ist bei gesetzlichen Krankenversicherung auch möglich. Nach den Modalitäten erkundigt man sich am besten direkt bei den Krankenkassen. Außerdem können minderjährige Kinder und der

Ehepartner mitversichert werden, wenn ein Ehepartner gesetzlich versichert ist.

Versicherungsvergleich: Vergleich gesetzliche Krankenversicherung und private Krankenversicherung

Die vorherrschende Meinung, dass der Versicherungsschutz durch eine Private Versicherung immer besser sei, trifft nicht immer zu. Der deutlich höhere Leistungsumfang einer privaten Versicherung ist allerdings der erste Punkt, der an die private Krankenversicherung geht. Die Leistungen der gesetzlichen Kassen wurden und werden immer weiter reduziert, so dass manche Untersuchungen beim Arztbesuch aus der eigenen Tasche bezahlt werden müssen. Diese zusätzlichen Leistungen sind jedoch nicht für alle Menschen finanzierbar. Daher gibt es für gesetzlich Versicherte die Möglichkeit, sich durch so genannte private Zusatzversicherungen abzusichern. Diese Versicherungen können beispielsweise eine Chefarztbehandlung im Krankenhaus sichern.

Ein Vorteil, den die gesetzliche Versicherung bietet, ist die kostenfreie Mitversicherung von Familienmitgliedern. Kinder bis zu einem Alter von 18 Jahren und auch nicht erwerbstätige Kinder bis zu einem Alter von 23 Jahren können beitragsfrei durch ein Elternteil, welches gesetzlich versichert ist, mitversichert werden. Aber auch für den Ehepartner gibt es diese beitragsfreie Mitversicherung. Bei der privaten Versicherung sieht das allerdings anders aus. Hier muss für jedes Versicherungsmitglied auch ein Versicherungsbeitrag entrichtet werden.

Die Versicherungsbeiträge sind ein weiterer Unterschied zwischen den beiden Versicherungsarten. Der Beitrag für eine gesetzliche Krankenversicherung ist bei allen Krankenkassen einheitlich. Die Beiträge für eine private Versicherung variieren von Anbieter zu Anbieter und richten sich nach anderen Kriterien. Das Einstiegsalter und eventuelle Vorerkrankungen sind bei der Versicherung durch eine private Krankenversicherung entscheidend. Den Versicherungsbeitrag für eine gesetzliche Versicherung muss der Versicherte nicht allein tragen, denn Arbeitgeber und Arbeitnehmer kommen für die Kosten zusammen auf. Mit den Arztabrechnungen hat der Patient nicht zu tun. Privatpatienten erhalten nach ärztlicher Behandlung direkt eine Rechnung, die entweder von der privaten Versicherung oder vom Patienten in Vorleistung selbst beglichen wird. Zudem müssen Privatpatienten verschriebene Medikamente in Vorleistung zuerst einmal aus eigener Tasche bezahlen. Wer als gesetzlich Versicherter in die Apotheke geht, muss nur eine Zuzahlung zu den verschriebenen Medikamenten leisten.

Ein Wechsel von der gesetzlichen zu einer privaten Versicherung ist leicht möglich, doch bei dem Wechsel von einer privaten Versicherung zurück zu einer gesetzlichen Versicherung kann es durchaus Schwierigkeiten geben. Darum sollte ein Wechsel zwischen den beiden Versicherungsarten gut überlegt sein.

Welche Versicherung man nun wählen sollte, hängt also von der persönlichen Situation ab. Junge, kinderlose Gutverdiener können sich durch eine private Versicherung gut absichern. Eine Familie mit einem Alleinverdiener ist meist mit der Absicherung durch eine gesetzliche Versicherung besser gestellt, da die Kinder und der nicht erwerbstätige Ehepartner beitragsfrei mitversichert werden können. In besonderen Situationen hilft auch eine Beratung bei einem Versicherungsexperten weiter.